Mein Löwenherz

Kleines Herz ganz groß, unser Leben mit einem herzkranken Kind

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10.04.2018

Dezember ‘17 & Januar ‘18

Kurz vor Weihnachten suchte uns ein fieser Magen-Darm-Virus auf. Mich erwischte es als erstes und dann das Löwenbaby. 24 Stunden dauerte das Ganze und dann war der Spuk zum Glück vorbei. Das Löwenbaby trank sehr gut, mochte aber verständlicherweise nicht wirklich etwas essen und es dauerte dann tatsächlich insgesamt 2 Wochen bis er wieder normal anfing zu essen.
Das Löwenherz ist generell immer noch kein großer Esser, lässt auch mal das Frühstück ausfallen. Aber insgesamt geht es Schritt für Schritt immer weiter Berg auf und die Portionen werden immer größer.

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Das neue Jahr begrüßte uns dann auch mit einem hinterhältigen Infekt. Das Löwenkind bekam zuerst Fieber über 39 °, hinzukamen starker Husten, Schnupfen und eine Bindehautentzündung. Es lief ihm wirklich überall heraus. Er tat mir so leid und war sehr schlecht gelaunt, die Nächte ein Graus. Alle 20 Minuten wachte er auf und weinte, weswegen wir uns ein kleines Matratzenlager aufbauten. Bis heute ist es nämlich so, dass er in unserem Bett nicht schlafen kann. 
Vielleicht liegt es an der Krankenhauszeit. Ich weiß es nicht. K1600_DSC_0747.jpg
Die Vitalwerte waren jederzeit in Ordnung, was mich sehr
beruhigte.
Zwei Tage musste ich arbeiten, was mir als Kontrollfreak 
unheimlich schwer viel. 
Aber der Löwenpapa meisterte die Situation. 
Als es dem Löwenkind eigentlich nach 5 Tagen schon wieder
besser ging, brauchte er auf einmal Sauerstoff im Schlaf. 
Das erste Mal, dass unser Riesen Sauerstofftank zum Einsatz 
kam. Komisches Gefühl. Irgendwie hätte ich nie gedacht, 
dass wir ihn wirklich mal brauchen werden. 
Und ich war hin und her gerissen zwischen die Situation realistisch zu betrachten und wieder unzählige Sachen hinein zu interpretieren, was es statt einem normalen Infekt noch alles sein könnte. Ich packte schonmal unseren Koffer, obwohl mir mein Gefühl sagte „Was für ein Quatsch, es ist alles in Ordnung“.  Ich entschloss mich unserem Kinderkardiologen eine Mail zu schreiben und um einen Termin am nächsten Tag zu bitten. Am nächsten Morgen rief dieser mich noch von zu Hause aus an und sagte ich dürfe sofort vorbeikommen. By the way, der tollste, netteste und engagierteste Arzt den ich kenne. 1 Stunde brauchen wir mit dem Auto zu seiner Praxis. Als wir ankamen wurden wir schon herzlich begrüßt und durften abseits vom Wartezimmer Platz nehmen, damit das Löwenbaby sich nicht noch irgendetwas anderes aufsackte.
Es wurde ein Echo (Ultraschall vom Herzen) gemacht und Blut abgenommen. Unser Kardiologe nimmt sich immer unheimlich viel Zeit für uns. Das Echo war in Ordnung, was mir eigentlich schon klar war. Ich kenne das Löwenbaby einfach in und auswendig. Am Nachmittag rief der Arzt mich an und teilte mir die Blutergebnisse mit: wir bei einem gesunden Kind!!! Wahnsinn, damit hatte ich nun nicht gerechnet. Letztes Jahr gab es immer mal wieder Werte die erhöht waren, wie zum Beispiel die Leberwerte. Dieses Mal war alles in bester Ordnung. Es waren lediglich erhöhte Entzündungszeichen sichtbar, weswegen wir besprachen, dass das Löwenherz antibiotisch behandelt werden soll. Die Rezepte hatte ich schon am Vormittag alle mitbekommen. Bereits zwei Tage später konnte er schon wieder lachen und war wieder der Alte. 8 anstrengende Tage, aber ein großer Meilenstein für uns: Infekt ohne Krankenhaus überstanden! Das wäre vor einem Jahr undenkbar gewesen. Leider kosteten der Magen-Darm-Virus und der Infekt dem Löwenkind 700 Gramm seines hart erkämpften Gewichtes. Das ist schon wirklich sehr viel. Er wiegt nur noch 7800 Gramm bei ca. 78 cm Körpergröße. Ich höre noch die Ärztin letztes Jahr sagen: „Zum Herzkatheter im April hat er bestimmt die 10 kg erreicht!“. Das wird wohl nichts. Er hat jetzt zwar wieder angefangen normal zu essen, braucht aber immer eine Zeit um zu zunehmen. Aber auch dieser Infekt hatte etwas Gutes. Er hat mir mal wieder gezeigt, dass das Löwenbaby auch solche Situationen ohne Sonde meistert. Es kommen ganz langsam immer neue Fortschritte hinzu. Langsam, aber sie kommen. So klappt das Essen von Stückchen zum Beispiel immer besser. Neulich bei Ikea gab es ein paar Pommes ohne Würgen und er probiert viel Neues aus. Das meiste mag er nicht, aber er zeigt zumindest Interesse daran. Aktueller Speiseplan: Grießbrei mit Birne, Gläschen (Schinkennudeln, Couscous und Co.) mit roter Soße ab dem 8. oder 12. Monat… auch mal Selbstgekochtes, Schoko- oder Vanillepudding (nicht mehr täglich). Ab und zu dürfen es auch ein paar Löffel Birnengläschen pur sein. Aber nur ab und zu :-)

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Admin - 09:37:23 | Kommentar hinzufügen

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