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01Technologie

Automatisierung mit Augenmaß: Ein Interview mit Axel Frey

Im Gespräch mit Axel Frey, CEO von Seifert, wird deutlich, wie wichtig eine durchdachte Automatisierungsstrategie ist. Frey erläutert die Balance zwischen Technologie und Menschlichkeit.

Julia Fischer7. Juli 20262 Min. Lesezeit

Im lichtdurchfluteten Konferenzraum von Seifert sitzt Axel Frey, der CEO des Unternehmens, und erklärt, warum die Automatisierung in der heutigen Zeit mehr ist als ein reines Effizienzwunder. Vor ihm steht ein Laptop, dessen Bildschirmstrategien zur Prozessoptimierung präsentiert. Eine grafische Darstellung zeigt, wie weitreichend Automatisierung mittlerweile auch die kleineren Unternehmen beeinflusst – nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Dienstleistungsbranche.

Die Bedeutung von Augenmaß in der Automatisierung

Im Kontext der Digitalisierung wird oft die Frage aufgeworfen, wie viel Technik der Mensch ertragen kann, ohne seine Individualität und Kreativität zu verlieren. Frey betont, dass es darauf ankommt, den richtigen Grad an Automatisierung zu finden. „Technologie sollte den Menschen unterstützen, nicht ersetzen“, erklärt er. In den letzten Jahren hat ihm zufolge eine Überautomatisierung stattgefunden. Die Gefahr, dass Entscheidungen von Maschinen getroffen werden, könnte langfristig nicht nur die Kreativität und Problemfähigkeit der Mitarbeiter mindern, sondern auch die Fehleranfälligkeit erhöhen.

Herausforderungen und Chancen

Die Implementierung von Automatisierungstechnologien stellt Unternehmen vor diverse Herausforderungen. Frey thematisiert, dass viele nicht wissen, wo sie anfangen sollen. „Es gibt unzählige Lösungen auf dem Markt“, sagt er. „Wichtig ist, eine Strategie zu entwickeln, die wirklich zu den spezifischen Bedürfnissen des Unternehmens passt.“ Dies erfordere oft einen kulturellen Wandel und eine offene Kommunikation zwischen den Abteilungen.

Dagegen birgt der gezielte Einsatz von Automatisierung auch zahlreiche Chancen. Ein Beispiel ist das Monitoring von Produktionsprozessen in Echtzeit, das Unternehmen ermöglicht, schneller auf Probleme zu reagieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. „Indem man die Menschen in den Prozess einbindet, kann man die Akzeptanz für neue Technologien steigern“, so Frey. Die Bereitschaft, neue Systeme zu adaptieren, ist oft direkt mit der Überzeugung verbunden, dass diese Technologien den eigenen Arbeitsalltag verbessern können.

Ausblick auf die Zukunft

Frey sieht die Zukunft der Automatisierung in einer engeren Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. „Wir müssen die Stärken beider Seiten nutzen“, meint er. Die Zukunft könnte also nicht in der vollautomatisierten Fabrik liegen, sondern in hybriden Modellen, die Flexibilität und Individualität fördern. Der Schlüssel zum Erfolg in der Automatisierung liegt, so Frey, in der Balance zwischen Effizienz und dem menschlichen Element, das auch in einer zunehmend digitalen Welt unabdingbar bleibt.

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